Jahresrückblick 2019

2019 – Es war einmal …

… eine junge Frau, die sich einen Lebenstraum erfüllte.

So in etwa könnte das Märchen beginnen, was ich über mich zu erzählen habe. Gut, ganz so theatralisch ist es wohl nicht, und vermutlich reicht meine bisherige Biografie auch nicht aus, um ein halbwegs spannendes Buch zu ergeben.

Trotzdem war 2019 ein unheimlich aufregendes Jahr für mich, ein Jahr der Veränderung, des Neubeginns, aber auch des Festigens.

Ich lade euch ein zu einem kleinen Einblick in mein 2019.

Die Heimat der Hüterin

Noch im November 2018 bekam ich in meinem Amt als “Hüterin der Sterne“, das ich beim Sternensand Verlag innehabe, ein richtiges Lager. Ein Großes, mit einladenden Schaufenstern und viel Platz für all die Sternchen, die ich an unsere fleißigen Leser verschicke.

Ja, genau, wenn ihr ein Buch direkt beim Sternesand Verlag bestellt, dann geht das 100%ig durch meine Hände, wenn es in seinen Versandkarton wandert.

Anfang 2019 hieß es nun, das Lager einzuräumen, zu strukturieren und aufzuhübschen, sodass es vielleicht irgendwann der Außenwelt präsentiert werden kann.

Im Mai bekam ich dann hohen Besuch. Verlegerin C.M. Spörri und ihr Mann kamen extra aus der Schweiz, um sich das mittlerweile gefüllte Sternen-Versandzentrum anzuschauen und mir noch einen ganzen Stapel Arbeit mitzubringen.

Nun ruhen nicht nur die Bücher, sondern auch die passenden Lesezeichen, Postkarten und Poster im Sternenlager.

Mit der tatkräftigen Unterstützung meines Mannes wurde das ganze Jahr über ein Raum nach dem anderen gestaltet, eingerichtet und optimiert. Wir sind fast fertig und ich kann euch schon jetzt versprechen, dass sich die Pforten 2020 für Besucher öffnen werden – wenn auch nur “ausnahmsweise”.

Geschichten über meine Geschichten

Tatsächlich kann ich für das Jahr nur 1 Buchveröffentlichung vorweisen.

Nur?

Mitnichten!

Denn wenn man bedenkt, dass ich es im Jahr 2018 neben einem Vollzeitjob, meiner Tätigkeit als Versandmanagerin beim Verlag und meinen ersten Schritten als Hörbuchsprecherin noch geschafft habe, einen 454-Seiten-Roman hinzuknüppeln, der es so richtig in sich hat … Nein, ich habe keine Ahnung, wie ich das gemacht habe!

Deswegen blicke ich mit Stolz auf dieses Buch: Elesztrah – Dunst und Schimmer. Es ist der vorläufige Abschluss meiner HighFantasy-Reihe.

Warum vorläufig?

Weil mit Sicherheit ein fünfter Band kommen wird. Aber das dauert noch eine gaaanze Weile und spielt für die Geschichte, die ich erzählt habe, aktuell auch keine Rolle. Ich könnte aufhören, und es würde keinen stören. Aber ich will nicht 😉

Dafür habe ich aber eine ganze Menge geschrieben, was ich euch (mit ein wenig Glück) dieses Jahr präsentieren darf.

Ich konnte mein Jugendroman-Projekt “ZdU” abschließen, das ich schon 2018 begonnen habe. Es ist eine emotionale Geschichte geworden, die ohne reißerisch zu sein brisante Themen wie Selbstfindung, Mobbing oder Schubladendenken behandelt. Momentan liegt das gute Stück bei der Literaturagentur Lesen&Hören und ich hoffe jeden Tag auf die erlösende Mail “Wir haben (nicht)…”, damit ich weiß, wie es weitergeht.

Außerdem ist in nur wenigen Wochen ein Gemeinschaftsprojekt mit einer anderen Autorin entstanden. Die Idee dazu entstand auf der Leipziger Buchmesse und schwupp-di-wupp, fertig war ein prickelnder kleiner Liebesroman. Auch dieser liegt aktuell bei einem Verlag zur Prüfung und ich hoffe, euch bald mehr Infos darüber geben zu können.

Als Drittes gesellte sich dann mein aktuelles Schreibprojekt dazu, bekannt unter dem Hashtag #AniWu. Dafür habe ich ganze 144 Seite in 2019 geschrieben und dabei so oft gelacht, wie bei keinem anderen meiner Werke zuvor. Wenn es weiter so gut läuft, denke ich, dieses Buch im April abschließen zu können – und vielleicht könnt ihr auch das 2020 schon in den Händen halten.

Leider weiß ich nicht, wieviele Wörter ich 2019 zu Papier gebracht habe, da ich erst in der zweiten Jahreshälfte begonnen habe, einen Schreibkalender zu führen. Aber es waren mindestens … Viele!

Dass mein Schreibjahr so produktiv war, verdanke ich vor allem zwei Menschen, zwei ausgesprochen guten Kolleginnen, die mich angespornt haben und ich euch ans Herz legen möchte: B.E. Pfeiffer und Farina de Waard. Danke, Mädels – für den kreativen Austausch, den Antrieb, und eure Freundschaft!

Fanny Bechert und B.E. Pfeiffer
Fanny Bechert und Farina de Waard

Buchmessen und Events 2019

In diesem Jahr hat es mich gleich auf vier größere Events verschlagen:

– Leipziger Buchmesse
– Festival Fantasia
– Frankfurter Buchmesse
– Buch Berlin

Da Bilder mehr als Worte sagen, habe ich für euch mal ein paar Bilder zusammen gesucht. Vielleicht findet sich der eine oder andere wieder!

Leipziger Buchmesse
Festival Fantasia
Frankfurter Buchmesse

Ich liebe diese Events einfach: den Austausch mit Kollegen, das Zusammentreffen mit Lesern und all das ganze nerdige Nerdzeug, was auf Buchmessen eben so zu finden ist. Und ich kann einfach nicht genug davon bekommen.

Wenn ihr also noch weitere coole Messen und Events kennt, auf denen Bücher gern gesehen sind, gebt mir unbedingt Bescheid. Vielleicht treffen wir uns dann 2020 dort!

Fanny für die Ohren

Kommen wir nun zu dem, was mein Jahr 2019 wohl am meisten geprägt und so wunderbar gemacht hat. Seit Februar arbeitete ich darauf hin und am 1.6.2019 war es soweit: Ich machte mich selbststängig – und zwar als Hörbuchsprecherin.
Damit habe ich mir einen echten Lebenstraum erfüllt. Ich darf mich nun den ganzen Tag mit dem beschäftigen, was mich rundum begeistert: Geschichten- Bücher. Literatur.

Natürlich ist das nicht nur Zuckerschlecken. Es ist unglaublich toll, das “Vorlesen” als meinen Hauptberuf bezeichnen zu können, aber auch anstrengend.
Einsprechen, Schneiden, Formatieren. Zusätzlich den Versand des Sternensand Verlags managen und “hobbymäßig” weiter schreiben – damit kriegt man locker einen reichlichen Arbeitstag voll. Es gehört viel Disziplin und eigener Antrieb dazu. Und auch immer wieder ein bisschen Zittern, wenn die Aufträge für den nächsten Monat noch nicht ganz klar sind.
Aber ich liebe diesen Beruf, ich liebe meinen Arbeitsalltag und ich habe den Schritt in die Selbstständigkeit keinen Tag bereut!

Und so durfte ich im Jahr 2019 einige ganz wunderbare Geschichten vertonen, die ich euch alle nur ans Herz legen kann – nicht nur wegen der Sprecherin 😉 Mehr zu den einzelnen Hörbüchern findet ihr HIER.

  • Tilla und der tote Schäfer
  • Royals – Prinz Charming gesucht
  • Loving you – Jump Ball & Overtime
  • Countdown to Noah – Unter Bestien
  • Sinking Ships
  • Weihnachtsglanz in Kinderaugen
  • Kruento – Heimatlos
  • Elesztrah – Feuer und Eis

Ein Highlight unter den Büchern zu wählen, ist verflucht schwer. Denn sie waren alle unterschiedlich und jedes auf seine eigene Art genial. Aber mein Liebling ist und bleibt wohl Royals. Die Geschichte war wirklich süß, aber der Hauptgrund ist, dass es mein erstes offizielles Hörbuch für einen Verlag war. Und das wird es für mich immer zu etwas Besonderem machen.

Zwei weitere Bücher, die ich bereits vertont habe, darf ich in dieser Liste leider noch nicht erwähnen – aber ihr könnt euch jetzt schon auf einen echten Knaller freuen!

Und auch die Planung für 2020 sieht schon wirklich rosig aus: Fantasy, Liebesromane und sogar ein bisschen Erotik stehen in den nächsten Wochen auf dem Programm. Sollte also für jeden was dabei sein.

Ja, ich habe auch ein Privatleben

Dadurch dass ich mich nicht mehr fünfteilen musste, sondern mich nur noch auf meine Leidenschaft konzentrieren konnte, blieb im Gegensatz zu 2018 endlich auch wieder etwas Freizeit übrig.

Und da hatte das Jahr ein paar Highlights parat:

2019 – mein Fazit

Wenn ich das Jahr 2019 mit einem Wort beschreiben müsste, wäre das wohl SELBSTFINDUNG.

Es war ein wirklich spannendes Jahr, mit vielen neuen Erfahrungen. Und am Ende hatte ich das Gefühl, endlich angekommen zu sein.

Und so verabschiede ich mich von euch mit einem Zitat von Ich+Ich und wünsche euch, dass euer 2020 genauso großartig wird, wie es mein 2019 war!

Ich will sagen:
So soll es sein
So kann es bleiben
So hab ich es mir gewünscht
Alles passt perfekt zusammen
Weil endlich alles stimmt
Und mein Herz gefangen nimmt

Lesung in Köln

Am Samstag, den 16. Juni 2018, hatte ich die große Ehre, zusammen mit meiner Autorenkollegin Nicole Böhm eine Lesung in Köln abzuhalten. Wie es dazu kam und wie der Abend verlief, erfahrt ihr jetzt!

Eine Lesung in Köln – warum nicht?!

Am vergangenen Samstag war ich in Köln. Warum auch nicht – es liegt ja nur geschlagene 460km von mir entfernt, was auch nur fünf Stunden Autofahrt bedeutet. Das kann man schon mal machen, wenn man einen guten Grund dafür hat.

Und Leute – ja, den hatte ich, und was für einen Grund!

Denn ich durfte gemeinsam mit Nicole Böhm, der Autorin der „Chroniken der Seelenwächter“-Reihe, auf einer Bühne stehen und vor einem absolut genialen Publikum aus „Elesztrah“ und „Countdown to Noah“ vorlesen.

Aber wie kam ich zu der Ehre, warum mit Nicole und wieso ausgerechnet Köln? Nur die Ruhe, ich werde es dir erzählen … Aber lass mich am Anfang beginnen!

Mein erstes Treffen mit Nicole Böhm

Ich habe Nicole bereits auf meiner ersten Buchmesse in Leipzig, 2016, kennengelernt – die Messe, wo alles begann (eine Geschichte, die ich euch irgendwann erzähle). Es war nicht mehr als ein kurzes Treffen, ein einziger Tag.

Das richtige Kennenlernen kam erst zur Frankfurter Messe im gleichen Jahr, als wir mehrere gemeinsame Tage am Stand des Sternensand Verlags verbrachten. Ich war wahnsinnig beeindruckt von dieser taffen, zielstrebigen und ehrgeizigen Frau, die es neben einem Vollzeitjob schaffte, eine monatlich erscheinende Buchreihe zu schreiben. Und heute, wo ich sie noch besser kenne, bewundere ich sie kein Stück weniger, im Gegenteil!

Wir stehen mittlerweile in regem Kontakt und Austausch, was immer wahnsinnig schön und inspirierend ist.

Fanny Bechert und Nicole Böhm mit weiteren Autorinnen auf der FBM 2016
Fanny Bechert und Nicole Böhm mit weiteren Autorinnen auf der FBM 2016

Gemeinsame Lesung – die Planung beginnt

Zu Beginn dieses Jahres kamen wir auf die Idee, doch eine gemeinsame Lesung abzuhalten. Der Hauptgrund war, zugegeben, egoistischer Natur. Wir fanden den Gedanken, dass wir beide uns nur 2 Mal im Jahr zu den großen Messen sehen, einfach schade und nicht akzeptabel.

As erstes musste ein Termin her. Aber anstatt sich gleich etwas auszumachen, schoben wir das auf die lange Bank und setzten erst Anfang Mai den 16. Juni als gutes Datum fest. Wir hatten also knapp eineinhalb Monate für die Planung.

Als nächstes galt es, eine Stadt festzulegen, die wir besuchen wollten. Ich hatte vorher eine kleine Umfrage zu dem Thema gemacht und da wurde der Westen Deutschlands klar favorisiert. Am Ende schwankten Nicole und ich zwischen Stuttgart und Köln. Wir überließen die Entscheidung unserer Facebook-Community, die sich mit knapper Mehrheit für eine Lesung in Köln entschied.

Lesung in Köln – nur wo?

Die Stadt war gefunden, der Tag festgelegt. Nun mussten wir nur noch eine passende Location finden. Zugegeben, etwas kurzfristig und dadurch nicht unbedingt einfach.

Nicole und ich suchten beide intensiv, schrieben verschiedenste Buchhandlungen, Bibliotheken und Lesecafés und ernteten eine Absage nach der anderen (wenn wir denn überhaupt eine Antwort bekamen …). Schließlich war es Nicole, die Kontakt zur “Wohngemeinschaft” aufnahm, eine Eventlocation in Neustadt-Süd. Die haben neben einer Bar und einigen Kreativräumen auch ein Theater, ein Raum mit einer kleinen Bühne und Platz für rund siebzig Leute. Und das war tatsächlich für diesen Abend noch frei!

Wir fackelten nicht lange, hatten wir doch endlich ein Plätzchen für unsere Lesung in Köln gefunden!

Dann kam der große Tag

Am Samstag, den 16.6. war es dann endlich soweit. Ich warf ein paar Bücher und etwas Merchandise ins Auto, fuhr knapp 5 Stunden bis nach Köln und checkte schließlich in einem Hotel direkt gegenüber der “Wohngemeinschaft” ein.

Das Theater war der Knaller! Empfangen wurden wir von Paul, unser Ansprechpartner und Techniker für diesen Abend – ein verdammt netter Kerl! Nicole und ich fühlten uns sofort wohl, was die aufkeimende Nervosität etwas linderte. Die Bühne war schlichtweg außergewöhnlich. Sie wirkte etwas Oldschool, aber total gemütlich – eben voll nach meinem Geschmack!

Licht aus, Spot an

Waren wir noch unglaublich aufgeregt, während das Publikum langsam den Saal füllte, legte sich das mit einem Schlag, als wir nach kurzer Begrüßung auf unseren “Vorlese-Sesseln” platznahmen.

Die Stimmung kippte von nervöser Anspannung zu einer lockeren, ja beinahe lustigen Atmosphäre. Nicole und ich machten unsere Scherze, diskutierten über Lieblingsbücher und Klischeegeschichten – und merkten, dass beides sehr nah beieinanderliegen kann (hier sei nur kurz der geliebte Glitzer-Eddi erwähnt, der für den einen oder anderen Lacher sorgte). Natürlich lasen wir auch aus unseren Bücher vor.

Am Ende hatte ich noch eine kleine Überraschung für die Zuhörer, denn ich offenbarte ihnen, was hinter dem ominösen #ProjectH steckt, über das ich auf Facebook immer so ominös berichtet habe, und machte sie damit alle zum Geheimnisträger. Denn offiziell wird dieses Rätsel erst am 30.Juni gelüftet.
(kleiner Tipp: Tragt euch als Abonennt ein, damit ihr den Knall nicht verpasst!)

Viel zu schnell verstrichen so 2 wundervolle Stunden und wir mussten uns wieder verabschieden, obwohl wir gefühlt gerade erst Hallo gesagt hatten.

Fanny Bechert und Nicole Böhm zur Lesung in Köln

Der Ausklang und das Fazit

Nachdem wir noch ein paar Leserherzen mit persönlich signierten Büchern glücklich gemacht hatten, ließen wir den Abend in der Bar der “Wohngemeinschaft” ausklingen. In kleiner, fast privater Runde reflektierten wir die Lesung und ich merkte einmal mehr, wie schön es ist, mit Buchverrückten zusammen zu sein – mit Menschen, die eben genauso ticken wie ich.

Kurz vor zwölf schloss ich schließlich die Tür meines Hotelzimmers hinter mir – kaputt, müde, aber unheimlich glücklich. Die Lesung in Köln war ein voller Erfolg gewesen!

Für mich als Autorin gibt es kaum etwas Schöneres, als in die Gesichter begeisterter Leser (oder eben auch Zuhörer) zu schauen und zu sehen, wie meine Geschichte andere genauso fesselt und mitreißt wie mich selbst. Ich danke allen, die an diesem Abend da waren, uns ihre Zeit geschenkt und ihre Ohren für uns geöffnet haben – und vielleicht auch ihre Herzen für unsere Protagonisten.

Signierstunde zur Lesung in Köln
Signierstunde